Mehrgenerationenhaus „Mittendrin“ in Arnsberg vorgestellt

06.04.2017

Nein, gebaut wird in Arnsberg nicht. Es handelt sich hierbei nicht um ein Bauprojekt, sondern dieses Mehrgenerationenhaus soll der Begegnung und der Unterstützung der Generationen dienen. Die Idee der Mehrgenerationenhäuser ist grundsätzlich nicht neu. Das Bundesministerium fördert bereits seit Anfang 2000 jetzt in der zweiten Förderperiode das Konzept der Mehrgenerationenhäuser (MGH).
Der Gedanke besteht darin, Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und sozialem Status zusammenzubringen, Begegnung zu schaffen und gemeinsam Angebote zu realisieren. „Die Strukturen der Stadt Arnsberg mit den bereits bestehenden Angeboten sowie dem Engagement in der Bevölkerung, passen hervorragend zu dieser Konzeptidee“, so  der heimischen Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg, der sich für die Förderung in Berlin eingesetzt hatte.

Die damalige Förderbedingung des Bundesprogrammes war, dass nur ein MGH in einer Kommune oder Kreis gefördert wurde. In der ersten Förderperiode kam deshalb ein Träger in Brilon zum Zuge. Der Caritasverband Arnsberg-Sundern hat seit 2013 den Kontakt zu den zuständigen Stellen im Bundesministerium gehalten und im letzten Jahr dann nach Überarbeitung der Förderbedingungen einen Antrag in Kooperation mit dem Jugendbegegnungszentrum Arnsberg (JBZ), der Kirchengemeinde Liebfrauen und der Stadt Arnsberg (Fachstelle Zukunft Alter) gestellt. „Jung und Alt zusammen zu bringen, ist in der heutigen Zeit ein sehr wichtiges Thema. Auch ohne die Förderung des Bundesprogrammes hätten wir in der Stadt Arnsberg so ein Projekt starten müssen“, ist sich Bürgermeister Hans-Josef Vogel sicher.

Gemeinsam freuen sich die Projektpartner deshalb über die Zusage des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, ab 2017 auch in Arnsberg das Konzept des Mehrgenerationenhauses für 4 Jahre umsetzen zu können.
„Die Konzeptidee wurde von den Projektpartnern gemeinsam entwickelt. Die Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg unterstützt dieses Vorhaben gerne, da die Idee des MGH inhaltlich mit vielen Aktivitäten sehr gut vereinbar ist und tritt gemäß den Fördervorrausetzungen auch als Kofinanzierer auf“, so Martin Polenz von der Fachstelle.

Im Jugendbegegnungszentrum Arnsberg (JBZ) wird seit vielen Jahren erfolgreich mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet, aber nicht nur das: in der ehemaligen Altentagesstätte der Liebfrauen Gemeinde finden bereits einige Angebote für ältere Menschen statt und das Café „Mittendrin“ hat sich als Treffpunkt etabliert. Träger des JBZs und Eigentümer des Gebäudes ist die Kirchengemeinde Liebfrauen. Mit diesen guten Voraussetzungen nahm die Konzeptidee für das Mehrgenerationenhaus Formen an.
„Das Ziel der Projektpartner ist es, gemeinsam mit den vielen Engagierten in Arnsberg eine nachhaltige Form der generationenverbindenden Begegnung, des Austausches zu ermöglichen und gemeinsame Aktivitäten mit und für die Menschen zu entwickeln. Dieses Vorhaben ist ein gutes Beispiel als ein Ort einer lebendigen Gemeinde im demografischen Wandel“, blickt auch Propst Hubertus Böttcher in die Zukunft.
Für das MGH wurde eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, an der Vertreter des Kirchenvorstandes, des Pfarrgemeinderates, des JBZs, der Stadt Arnsberg sowie des Caritasverbandes teilnehmen, um das Projekt MGH zu beraten und erfolgreich zu begleiten.

„Das Besondere an dem Projekt ist nicht nur, dass alle Menschen willkommen sind, gleich welchen Alters, Herkunft, Nationalität und Religion und sich einbringen können, sondern dass dieses MGH von engagierten Kooperationspartnern aus kirchlichen, verbandlichen und kommunalen Kontexten getragen wird“, so Christian Stockmann vom Caritasverband. „Herzlich laden die Liebfrauen Gemeinde, das Jugendbegegnungszentrum, die Fachstelle Zukunft Alter und der Caritasverband Interessierte ein, das MGH in Anspruch zu nehmen, es zu unterstützen und mitzugestalten“, freuen sich die Kooperationspartner auf die vielen neuen Begegnungen im Mehrgenerationenhaus „Mittendrin“, Hellefelder Straße 15, 59821 Arnsberg.