Sensburg: Neues Integrationsangebot für Spätaussiedler

07.05.2020

Der heimische Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg macht auf ein neues Integrationsangebot für Spätaussiedler aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion aufmerksam. „In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Spätaussiedler aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion wieder deutlich erhöht, wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den Jahren unmittelbar nach dem Ende des Kalten Krieges. Ich bin daher froh, dass der Bund nun auch wieder verstärkt Integrationsangebote für die Spätaussiedler macht. Auch aus dem Hochsauerlandkreis bin ich in den vergangenen Jahren regelmäßig auf das Thema angesprochen worden. Für uns als Unionsfraktion im Deutschen Bundestag war dies ein wichtiges Anliegen“, so Patrick Sensburg.
Mit dem Programm „Gemeinsam unterwegs. Identität, Anerkennung und Begegnung“ bietet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nun ein Integrationsangebot, das speziell für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler entwickelt worden ist. Der Integrationskurs wird dabei ergänzt und mit einem umfangreichen sowie flexibel gestaltbaren Modulkatalog auf das Bedürfnis der Zielgruppe, sich den Themen Identität, Zugehörigkeit oder Teilhabe zu widmen, reagiert. Weitere Themenschwerpunkte sind: Engagement & Partizipation, Kommunikation & Medien, Beruf, Weiterbildung & Selbstständigkeit, Familie, Erziehung & Bildung.

„Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sucht derzeit nach Projektträgern, die dieses Angebot in die Fläche bringen. Ich hoffe sehr, dass das Programm dann auch sehr bald im Hochsauerlandkreis anlaufen kann“, so Sensburg

Anbieter der Kurse können sein: zentrale Organisationen und Verbände, Vertriebeneneinrichtungen, Kirchen, anerkannte Träger der politischen Bildung, Migrantenorganisationen, Kommunen und sonstige Einrichtungen, die in der Arbeit mit Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern auf überregionaler, regionaler oder lokaler Ebene tätig sind. Anträge für das Jahr 2020 können noch bis zum Herbst eingereicht werden.

Mit rund 4,5 Millionen Angehörigen deutscher Minderheiten, die seit 1950 als Aussiedler bzw. seit 1992 als Spätaussiedler nach Deutschland eingewandert sind, bilden diese eine der größten Bevölkerungsgruppen mit Integrationserfahrung in der Bundesrepublik. Die Aussiedlung aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion hat sich bekanntlich im Laufe der Jahre erheblich reduziert. Durch gesetzliche Erleichterungen bei der Spätaussiedleraufnahme und der Familienzusammen-führung hat sich jedoch der Zuzug seit 2013 wieder erhöht. Im Jahr 2019 lag der Zuzug bei über 7.000 Spätaussiedlern und deren Familienangehörigen.