Sensburg und Waldbauernverband NRW: Forsthilfen in die Fläche bringen

05.06.2020

Der sauerländer Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg und der Vorsitzende des Waldbauernverbands NRW, Dr. Philipp Freiherr Heereman, begrüßen die Hilfen für den Forst, die die Bundesregierung mit ihrem Corona-Paket auf den Weg gebracht hat. „Durch die vergangenen beiden Dürrejahre und den Borkenkäfer ist die Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen bereits vor Corona stark unter Druck gewesen, was sich nun durch die Pandemie noch einmal verschärft hat. Daher ist es ein gutes Signal, dass die Bundesregierung nun 700 Millionen Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zur Verfügung stellt. Wichtig ist aber auch, dass die Gelder nun auch tatsächlich da ankommen, wo die Wälder Schaden genommen haben“, sind sich Patrick Sensburg und Philipp Heereman einig.

Bei einem Besuch im Arnsberger Wald konnten sich die beiden gemeinsam mit Landrat Dr. Karl Schneider und Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe, der auch Vorsitzender des Gemeindewaldverbands NRW ist, ein Bild von den Schäden im Wald und der aufwendigen Einlagerung des Holzes in Nasslagern machen. In Folge von Stürmen und Dürre hat sich in den vergangenen beiden Jahren der Borkenkäfer ganz massiv ausbreiten können. Mittlerweile sind dem Schädling weite Teile des Fichtenbestands in den Wäldern Nordrhein-Westfalens zum Opfer gefallen. Für die heimischen Waldbesitzer, aber auch für die Sägewerker und die weitere holzverarbeitende Wirtschaft hat dies gravierende Auswirkungen. Insgesamt sind in Nordrhein-Westfalen rund 160.000 Menschen in der Forst- und Holzwirtschaft beschäftigt.

Angesichts der enormen Schäden, die in den Wäldern Nordrhein-Westfalens aufgetreten sind, setzen sich Patrick Sensburg und Philipp Heereman insbesondere dafür ein, dass die Fördergelder des Bundes nicht nach dem üblichen Verteilschlüssel auf die Bundesländer aufgeteilt werden, sondern dass die Länder, deren Wälder besonders geschädigt sind, auch in erster Linie von den Hilfen profitieren. Nordrhein-Westfalen sei hier in ganz besonderer Weise von den Schäden betroffen.

„Ein einzelner Blick in die sauerländer Wälder reicht derzeit aus um einen Eindruck zu bekommen, vor welch enormen Herausforderungen Waldbauern und Forstwirtschaft in den kommenden Jahren stehen. Daher werde ich mich in Berlin dafür einsetzen, dass die Gelder auch tatsächlich in die Schadflächen kommen“, so Sensburg.